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Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement - blablablup

 

 

 

Dokumentation

Dokumentation

 
 

Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist das Dokumentieren von Beobachtungen. In regelmäßigen Abständen wird der Lern- und Entwicklungsstand eines jeden Kindes schriftlich festgehalten. Unsere Beobachtungen halten wir anhand eines Beobachtungsbogens fest. Dieser beinhaltet das Sprachverhalten und das Sprachverständnis, die kognitive Entwicklung, das Spiel-, Lern- und Sozialverhalten, Wahrnehmung und Orientierung, sowie die Motorik. Diese Beobachtungsdokumentationen werden im Sozialdatenschutz vertraulich behandelt.

  • Beobachtungen sind die Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit Eltern

  • Beobachtungen geben Einblick in das Lernen des Kindes

  • Beobachtungen sind die Grundlage für die pädagogischen Angebote sowie Projekte

  • Beobachtungen werden nach einem einheitlichen Grundschema durchgeführt

Portfolio - eine Form der Beobachtungsdokumentation

Es ist eine uralte Geschichte, und dennoch fasziniert sie uns immer wieder und berührt uns ganz unmittelbar: Ein zunächst hilflos und zerbrechlich wirkendes Neugeborenes wächst heran, lernt unermüdlich neue Dinge hinzu, wird unversehens zum selbstbewussten Kind. "Bist du aber groß geworden!", "Was du schon alles kannst!": Uns Erwachsenen erstaunt es jedes Mal, wie schnell sich die Entwicklung eines jungen Menschen vollziehen kann. "Man möchte manchmal die Zeit anhalten!", sagen Eltern manchmal, so flugs geht ein bestimmtes Lebensalter des Kindes vorbei, an das man sich gerade erst gewöhnt hatte.

 

Eine Möglichkeit, die rasanten Entwicklungsschritte des Kindes festzuhalten und so rückblickend noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt reflektieren zu können, ist das Portfolio.

Auf fachlich hohem Niveau dokumentieren die Portfolioseiten, wie sich ein Kind entwickelt, wo es Hilfen und Förderungen gebrauchen könnte und wo alles wie von selbst den richten Weg geht.

Beobachtung

 

Kinder beobachten, heißt ihnen mit Aufmerksamkeit begegnen.

"Beobachtung ist immer eine intensive Beachtung eines Kindes,

seines Verhaltens, seines Zurechtkommens mit anderen Kindern,

seiner Versuche, Probleme zu bewältigen und seine Umwelt zu erfahren,

zu erkennen und zu verstehen."

(Kazemi-Veisari, 1999)

Die gezielte Beobachtung eines einzelnen Kindes oder einer Gruppe von Kindern ermöglicht uns Erwachsenen, individuelle Stärken, Fähigkeiten und Interessen wahrzunehmen.

Alltägliche Aktivitäten bilden in unserer Einrichtung den Ausgangspunkt für systematische Beobachtungsphasen. Bei einer Beobachtung nimmt sich die Pädagogin - für kurze Zeit - aus dem Gruppengeschehen hinaus. Dies ermöglicht eine genaue Erfassung des kindlichen Handlungsprozesses. Diese Beobachtungen werden in einem Beobachtungsbogen dokumentiert.

Portfolio

Portfolio kommt aus dem Lateinischen und meint ein Zusammentragen von Blättern und eine Zusammenstellung verschiedener Dokumente. Portfolio in der Pädagogik sammelt oder ordnet Produkte, die die Lernbiografie des Kindes bzw. dessen Entwicklung dokumentieren und damit sichtbar und für das Kind erfahrbar machen. Somit wird allen Beteiligten deutlich, was und wie das Kind lernt. Das Spiel steht hierbei im Vordergrund und ist ein wichtiges Ausdruckmittel jedes Kindes. Die Idee des pädagogischen Portfolios ist, diese Mappen nicht nur für Sammlungen zu nutzen, sondern zugleich auch gemeinsam mit dem Kind über das Gesammelte und die dabei gemachten Lernerfahrungen zu reflektieren. Im pädagogischen Sinn versteht man unter Portfolio eine zielgerichtete Sammlung von „Dokumenten“ (z.B. Werken von Kindern, Fotos, Beobachtungen, Lerngeschichten,…). Es zeigt Prozesse, Entwicklung und Veränderungen eines Kindes. Das Portfolio ist ein Instrument der Lernprozessbegleitung und – dokumentation für das Kind und mit dem Kind und ist somit ein „Archiv über die Entwicklung es Kindes“. Das Portfolio kann/soll das Kind vom Eintritt in die Kindertageseinrichtung bis zur Schulzeit und gegebenfalls auch noch darüber hinaus begleiten.

 

„Jedes Kind ist einzigartig in seiner Persönlichkeit,

seiner sozialen und kulturellen Herkunft,

seinen Bedürfnissen und Lernpotenzialen

sowie seinem Entwicklungstempo.“

 

Mit dem, was im Bildungsrahmenplan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich als Bildungsprinzip der „Individualisierung“ beschrieben wird, ist gemeint, dass Kindern die Möglichkeit geboten werden soll, auf ihre spezielle Art und Weise und in ihrem individuellen Rhythmus zu lernen.

Das Portfolio dokumentiert die individuellen Lernschritte der Kinder von Anfang der Kindergartenzeit an, wodurch sie optimal gefördert werden könne. Dabei soll eine individuelle Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind entstehen, sozusagen ein Archiv über seine Entwicklungen. Das Wissen um die individuellen Interessen, Stärken und Lernvoraussetzungen unterstützt die Pädagogin oder den Pädagogen dabei, im Sinne des Bildungsprinzips der Differenzierung spezifische Bildungsangebote für einzelne Kinder oder eine Gruppe von Kindern zu erstellen.

 

Das Portfolio soll folgende Funktionen erfüllen:

  • Das Portfolio soll Kompetenzen, Entwicklungen und Lernprozesse des Kindes im Verlauf seiner gesamten Kindergartenzeit darstellen. Die Beiträge sollen im Wesentlichen im Dialog mit dem Kind entstehen.

  • Das Kind soll die Möglichkeit haben, seine besonderen Stärken, Kompetenzen und Lernwege im Portfolio aufzuzeigen und dieses in die Schule mitzunehmen. Die Eltern sollen sich am Portfolio ihres Kindes beteiligen können.

  • Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens sollen im Portfolio auch bedeutsame Gegenstände und dreidimensionale Werke gesammelt werden.

 

Was ist ein Übergangsportfolio?

Das Übergangsportfolio soll sichtbar machen, welche Stärken und Interessen das Kind hat, über welche Kompetenzen es verfügt und welche Lernwege und Lernstrategien es nutzt. Eltern geben dieses bei der Schuleinschreibung an die Schule weiter. Die Information aus dem Übergangsportfolio unterstützt die künftigen Lehrer/innen dabei, sich ein Bild vom Kind zu machen und den Unterricht entsprechend den Kompetenzen und Interessen der Kinder zu gestalten.

Das Übergangsportfolio wird im letzten Kindergartenjahr der Portfoliomappe beigefügt. Dafür können Beiträge aus dem bestehenden Portfolio des Kindes ausgewählt und „neue“ Werke verwendet werden.

Wichtig: Das Übergangsportfolio ist mehr „öffentlich“. Ausgewählt werden Werke, die die Kompetenzen, Interessen und Lernvoraussetzungen der Kinder anschaulich dokumentieren.

 

Ziele der Portfolioarbeit:

- Macht sein eigenes Lernen sichtbar und erkennt dabei Veränderungen

- Lernt, sich selbst einzuschätzen, hat Freude an seinen Leistungen

- Entdeckt und erkennt eigene Fähigkeiten

- Erkennt wie es etwas geschafft hat

- Kann eigene Werke, Ideen und Erlebnisse Bedeutung geben

- Übernimmt zunehmend Verantwortung für sein eigenes Lernen

 

Die Pädagogin/der Pädagoge

- erkennt im Dialog mit dem Kind individuelle Lernstrategien und Lernwege, Interessen und Themen des Kindes

- lernt Wünsche und Bedürfnisse des Kindes kennen

- stärkt die Beziehung zum Kind

- reflektiert mit dem Kind, was und wie es lernt

- regt das Kind an, zu sprechen und sich mitzuteilen

- erhält Informationen als Grundlage für die Reflexion und Planung der pädagogischen Arbeit

- bezieht das Portfolio beim Entwicklungsgespräch mit Eltern ein

     

Die Eltern

- sind am Portfolio beteiligt und bringen eigene Ideen mit ein

- bekommen Einblick in die Entwicklung und das Lernen ihres Kindes

- lernen Themen, Vorlieben, Sichtweisen und Ideen ihres Kindes im Kindergarten kennen

- sind mit dem Kind und der pädagogischen Fachkraft über das Portfolio im Dialog

 

Die Lehrkraft im Übergang zu Grundschule

- Lernt das Kind mit seinen Interessen, Lernstrategien und Arbeitsweisen kennen

- Kann sich auf das Kind einstellen

- Erhält Informationen als Grundlage für die Reflexion und Planung der pädagogischen Arbeit

 

Das Portfolio wird in der pädagogischen Arbeit für die Kinder hergestellt. Daher ist kein Einverständnis der Eltern erforderlich. Alle Übergangsportfolios die von einer Kinderkrippe kommen, werden von uns ausdrücklich weiterverwendet.

 

Das Entwicklungsportfolio bekommen die Kinder vor dem Schuleintritt mit nach Hause und das Übergangsportfolio wird mit Einverständniserklärung der Eltern – in einem festlichen Rahmen – an die Schule weitergegeben und begleitet das Kind auf dem weiteren Schulweg.

Sprachförderung

Sprachförderung

"Wer nicht rückwärts gehen kann, dem fällt auch das Rückwärts-Zählen schwer.
Wer leicht das Gleichgewicht verliert, findet auch nie seine seelische Balance.
Wer eine Kreisbewegung nicht begreift, kann sich auch nicht anderen im Kreis anschließen."
(J. Piaget)

Sprachförderung im Kindergarten

Sprachliche Fähigkeiten sind grundlegend für erfolgreiche Lernprozesse und Bildungswege und ermöglichen soziale Teilhabe. Um allen Kindern in Österreich eine zuverlässige Basis für die Sprachanforderungen der Schule zu bieten, erarbeitete das Bundesministerium ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur frühen sprachlichen Förderung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in Kinderbetreuungseinrichtungen. Es soll damit angestrebt werden, dass alle Kinder bei Eintritt in die Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch ausreichend beherrschen, um dem Unterricht entsprechend folgen und in weiterer Folge eine befriedigende Bildungslaufbahn absolvieren zu können.

 

Die vier zentralen Bausteine sind:

  • Sprachstandsfeststellungsverfahren zur Ermittlung von Kindern mit spezifischem Förderbedarf

  • Definition von bundesländerübergreifenden Rahmenzielen der sprachlichen Bildung und Förderung von Kindern im Alter von 3-6 Jahren sowie von Deutschstandards zu Schuleintritt.

  • Qualifizierungsangebote für Pädagoginnen im Rahmen der Ausbildung sowie der Fort- und Weiterbildung

  • Stärkung der Eltern in ihrer Rolle als zentrale SprachvermittlerInnen


Sprachförderung als durchgängiges Prinzip
Sprachliche Förderung ist fester Bestandteil der Aufgaben von Kinderbetreuungseinrichtungen (BildungsRahmenPlan). Sprachförderung im Kindergarten vollzieht sich quer durch alle Aktivitäten und Bildungsangebote im gesamten Alltag. Es wird damit sichergestellt, dass Kinder in einer hochbedeutsamen Entwicklungsphase in ihrem Erwerb von einer, zwei oder mehreren Sprachen erfolgreich begleitet und unterstützt werden. Kinder in diesem Alter bringen von sich aus optimale Voraussetzungen mit, Sprache/n zu erwerben, auszubauen und zu verfeinern: Sie wollen mit ihrer Neugier die Welt sprachlich entdecken und begreifen, sie wollen zu einer Gruppe dazugehören, mit anderen ihre Erlebnisse und Erfahrungen teilen und sich mitteilen.

Gezielte, individuelle Förderung

Diejenigen Kinder, die noch nicht genügend Möglichkeiten hatten, die deutsche Sprache ausreichend zu erwerben, werden in den Kinderbetreuungseinrichtungen durch ganz gezielte, individuelle Förderung in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützt. Um genau zu erkennen, ob ein Kind einen besonderen Unterstützungsbedarf aufweist, werden alle Kinder spätestens 15 Monate vor Schuleintritt von geschulten Pädagoginnen mit einem Beobachtungsverfahren zur Ermittlung der sprachlichen Kompetenzen aufmerksam und systematisch beobachtet. Das erhaltene Bild über die Sprachkompetenzen des Kindes wird als Grundlage für die Ableitung von individuell abgestimmten, kindgerechten Fördermaßnahmen herangezogen.

Anbahnung der Bildungssprache Deutsch

Die Förderung zielt neben dem Aufbau von sprachlich-kommunikativen Kompetenzen speziell auf die Unterstützung des Erwerbs von Sprachstrukturen (Satzbau und Wortformen), rechhaltigem Wortschatz sowie altersgemäßer Erzählfähigkeit ab. Die sind wichtige Voraussetzungen für den erfolgreichen Umgang mit der Sprache der Schule, der Bildungssprache. Die Bundesländer haben dazu individuelle Modelle der Sprachförderung entwickelt.

Kontinuierliche Begleitung des Spracherwerbsprozesses

Die Fördermaßnahmen berücksichtigen, das Spracherwerb im Allgemeinen sowie der Erwerb der deutschen Sprache im Speziellen ein fortlaufender Prozess mit eigenen Gesetzmäßigkeiten ist. Darauf sind die Förderinterventionen abgestimmt, denn die Aneignung der Erstsprache oder die der Zweit(Dritt)Sprache Deutsch endet nicht mit dem Verlassen des Kindergartens. Sie setzt sich vielmehr kontinuierlich und schrittweise in der Schule fort. Der Bedeutung der Kontinuität der sprachlichen Begleitung des Kindes am Übergang von Kindergarten und Schule soll durch aktuelle Maßnahmen und Projekte verstärkt Rechnung getragen werden.

Prinzipien der Förderung

Spielerisch, kindgerecht, alltagsintegriert

Sprachförderung im Kindergarten ist kein formaler Unterricht: Qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen sowie eigens ausgebildete qualifizierte Sprachförderkräfte vermitteln abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kindes die deutsche Sprache. Dies geschieht auf spielerische, kindgerechte Art und Weise, integriert in die Geschehnisse und Themen des Alltags unter Berücksichtigung der speziellen Interessen des Kindes. Mehrsprachige Kinder  werden in ihrer gesamtsprachlichen Kompetenz wahrgenommen und nach Möglichkeit durch den Einsatz muttersprachlichen Personals in ihren erstsprachlichen Kompetenzen gestärkt.

Großgruppe, Kleingruppe, Dialog

Die Sprachförderung findet in den verschiedenen Sozialformen des Kindergartens statt. Liegt der Vorteil der Großgruppe in der umfassenden sozialen Einbettung der Sprachaktivitäten, so bietet die Kleingruppe (3-6 Kinder) auch den etwas zurückhaltenderen Kindern eine Chance, zu Wort zu kommen, gehört zu werden und selbst aufmerksam auf Sprache zu hören. Sie gewinnen Selbstvertrauen in ihre sprachlichen Fähigkeiten und übertragen ihre Errungenschaften in die Großgruppe des Kindergartenalltags. Der persönliche Dialog zwischen Pädagogin und Kind wiederum ermöglicht ein besonderes Eingehen auf die Interessen des Kindes.

Die Pädagogin/ Der Pädagoge als Sprachvorbild

Die sprachfördernde Pädagogin/der sprachfördernde Pädagoge fungiert als Sprachvorbild, sie/er erstellt eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind her, setzt an den sprachlichen Vorerfahrungen des Kindes an und stimmt ihre/seine Sprache auf die Bedürfnisse des Kindes ab. Sie/Er verhilft dem Kind, auf die nächste Stufe seines Spracherwerbs zu gelangen, indem sie/er die entsprechenden sprachlichen Strukturen und Formen gehäuft anbietet.

Das zentrale Medium der Sprachförderung ist daher die Sprache der Bezugsperson, zu der das Kind in einer positiven emotionalen Beziehung steht. Geeignete Materialien können zusätzlich als wertvolle Impulsgeber, zur Motivation und Aktivierung dienen.

Sprachstandsfeststellung

Ein zentraler Teil des Maßnahmenpakets zur frühen sprachlichen Förderung ist die Feststellung eines allfälligen Sprachförderbedarfs in den institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen durch Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen beziehungsweise durch andere geschulte Kräfte.  Damit soll  sichergestellt werden, dass Kinder mit Eintritt in die erste Schulstufe der Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch nach den „Bildungsstandards zur Sprech- und Sprachkompetenz zu Beginn der Schulpflicht“ möglichst beherrschen.

Mit den beiden 2010 entwickelten Instrumenten "Beobachtungsbogen zur Erfassung der Sprachkompetenz in Deutsch von Kindern mit Deutsch als Erstsprache" (BESK 2.0) sowie dem "Beobachtungsbogen zur Erfassung der Sprachkompetenz in Deutsch von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache" stellt der Bund den Ländern geeignete Verfahren zur Verfügung. Alternativ kann auch auf ein vergleichbares auf sprachwissenschaftlicher und kindergartenpädagogischer Basis festgelegtes Instrumentarium, das eine eindeutige Aussage über den allfälligen Bedarf an früher Sprachförderung ermöglicht, zurückgegriffen werden (siehe länderspezifische Umsetzungen).

 

Grundsätzliches zur Sprachstandsfeststellung

Um Kinder mit einem erhöhten Bedarf an sprachlicher Unterstützung zeitgerecht zu identifizieren, führen geschulte PädagogInnen anhand der Kriterien des je gewählten Beobachtungsverfahrens  spätestens 15 Monate vor Schuleintritt eine gezielte, systematische Beobachtung des Kindes durch. In spielerischer Form und mit besonderer persönlicher Zuwendung wird  das Kind in Alltags- und Spielsituationen, in Gesprächen und beim Vorlesen beobachtet und so sein Sprachstand "festgestellt". Die Beobachtung ist nicht an eine einmalige Sitzung gebunden. Sie erstreckt sich über eine angemessene Zeitdauer, in der optimale Sprachsettings hergestellt und genutzt werden können.

Methode und Durchführungsschritte
Die Methode der Beobachtung ist ein grundlegendes Element der pädagogischen Arbeit. Wahrnehmung, Beobachtung und Interpretation der erhaltenen Ergebnisse stehen grundsätzlich zu Beginn jeden pädagogischen Handelns. Die Sprachstandsfeststellung ist daher in ihrer Methodik weit entfernt von einem formalen Test. Vielmehr reiht sie sich in den Reigen grundlegender pädagogischer Qualitäten ein, die dem Kind hochgradig zugutekommen.
Die konkrete Durchführung bzw. Umsetzung obliegt den Ländern. Die Verantwortlichen werden von den zuständigen Referaten über die konkreten Schritte informiert. Die Eltern werden zeitgerecht über die Maßnahmen und ihre Ziele in Kenntnis gesetzt.

Ziele

Ziel der Sprachstandsfeststellung ist es, Kinder mit besonderem Bedarf an sprachlicher Unterstützung und Begleitung zu identifizieren.
Bei Kindern mit Deutsch als Erstsprache wird eine altersbezogene Einschätzung vorgenommen: Es wird überprüft, ob das Kind über seinem Alter entsprechende sprachliche Kompetenzen verfügt.
Für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache wird die Kontaktdauer mit dem Deutschen, das bedeutet  die bisherige Lerndauer des Deutschen  zur Einschätzung der Deutschkenntnisse berücksichtigt. Um ein der sprachlichen Realität mehrsprachiger Kinder gerecht werdendes Bild zu erhalten, sind nach Möglichkeit auch die erstsprachlichen Kenntnisse in den Blick zu nehmen.

Die erhaltenen Ergebnisse bieten eine Dokumentationsgrundlage für eine prozessorientierte Verlaufsbeobachtung. Aus den ermittelten Ergebnissen können Folgerungen für die Planung individueller Fördermaßnahmen gezogen werden.

Grundlagendokumente

Grundlagendokumente

Bildung und Erziehung

Bildung

Bildung wird als lebenslanger Prozess der aktiven Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst und mit der Welt verstanden. Bildungsprozesse sind dynamisch und befähigen Menschen zu selbstständigen, individuellen Handlungen im Kontext mit ihrer Umwelt. (vgl. Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan 2009)

 

Lernen

Lernprozesse stellen die Basis jeglicher Bildung dar: Durch Neugier, Experimentierfreude und Selbsttätigkeit, durch entdeckendes Lernen, Lernen am Modell oder Lernen im Spiel erwerben Kinder ständig neues Wissen und gewinnen Erfahrungen über sich und ihre Umwelt. Dies führt wiederum zu einer Veränderung bzw. Ergänzung ihres Weltbildes und zur Erweiterung ihrer eigenen Handlungskompetenzen.

Kinder tragen zu ihrer Bildung selbst bei.

 

Der Mensch ist ein lebenslang lernendes Individuum, dessen Bildungsbiografie bereits vor seiner Geburt beginnt. Das Recht jedes Kindes auf Bildung gilt international als Grundlage der Chancengerechtigkeit und hat die volle Entfaltung der Persönlichkeit, der Begabungen, sowie der sozial-emotionalen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten eines Kindes zum Ziel. (vgl. Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan 2009)

 

Spiel

Dem Spiel als einer wichtigen Form der kindlichen „Aneignung der Welt“ kommt große Bedeutung zu. Spielfähigkeit ist jedem Menschen angeboren. Mit dem Begriff „Spielfähigkeit“ werden die Spielfreude, die unermüdliche Neugier und Aktivität von Kindern sowie ihre intrinsische Motivation, die Umgebung mit allen Sinnen handlungsnahe zu begreifen und Neues zu lernen, bezeichnet. Insbesondere ist das freie Spiel eine ideale Quelle für die Lernmotivation, die sozial-kommunikativen Kompetenzen und das divergente Denken.

Das Spiel ist die wichtigste Lernform, denn in einem reichhaltigen Spielumfeld werden unzählige synaptische Verbindungen im kindlichen Gehirn aufgebaut und laufend benützt. Diese neuronalen Netzwerke unterstützen Kinder auch in der Zukunft dabei, ein immer umfassenderes Weltverständnis zu erwerben. (vgl. Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan 2009)

 

1.1.1   Kompetenzentwicklung

 

Kompetenzen

Unter Kompetenz wird ein Netzwerk von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Strategien und Routinen verstanden, das jeder Mensch zusätzlich zur Lernmotivation benötigt, um in unterschiedlichen Situationen handlungsfähig zu sein. (vgl. Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan 2009)

 

Um unsere Welt durchschaubar zu machen, braucht es nicht bloß Wissen, sondern vor allem auch die Anwendung dieses Wissens im täglichen Leben. In unserem Kindergarten legen wir großen Wert auf die Entwicklung der Selbst-, Sozial-, Sach- und der lernmethodischen Kompetenz.

 

Selbstkompetenz

Selbstvertrauen, ein stabiles Selbstwertgefühl und die Fähigkeit, für sich selbst verantwortlich handeln zu können, bilden die Grundlage für eine gelingende Persönlichkeitsentwicklung.

Wir unterstützen Kinder im Aufbau dieser Fähigkeiten, indem wir für sichere, stabile Beziehungen sorgen, denn bedingungsloses Angenommen sein und das Gefühl von Geborgenheit tragen dazu bei, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und schwierige Situationen zu bewältigen.

 

Sozialkompetenz

Die Fähigkeit, sich mit seiner Einzigartigkeit in einer sozialen Gemeinschaft einbringen zu können, bedarf des Aufbaus vieler sozial-kommunikativer Fähigkeiten.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, Kinder in der Entwicklung der Konfliktfähigkeit zu begleiten.

Wir unterstützen sie darin,

  • ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

  • Gefühle in Worte zu fassen und dem/der anderen mitzuteilen.

  • ihre eigenen Interessen wahrzunehmen und auszudrücken.

  • Regeln auszuverhandeln.

  • zu verhandeln und zu kooperieren.

  • bei Entscheidungen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

 

Sachkompetenz

Unter dem Begriff Sachkompetenz versteht man die Urteils- und Handlungsfähigkeit in unterschiedlichen Sachbereichen. Wir unterstützen Kinder darin, diese Kompetenz zu erwerben, indem wir Sachbereiche so aufarbeiten, dass die Kinder diese selbstständig erforschen können.

Um Sachkompetenz zu erwerben, begleiten wir Kinder darin Entdecktes zu verbalisieren und auf der Denkebene nachzuvollziehen.

 

Lernmethodische Kompetenz

Unter lernmethodischer Kompetenz versteht man die Entwicklung des Bewusstseins über die eigenen Lernprozesse sowie förderlicher Lernstrategien. (vgl. Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan 2009)

Lernmethodische Kompetenzen gehören zu den Schlüsselqualifikationen in einer Welt, in der sich Wissen immer schneller wandelt und erweitert.

Damit ihr als Erwachsene mit diesen beschleunigten Veränderungsprozessen Schritt halten kann, begleiten wir es darin, sich Gedanken über den eigenen Lernprozess zu machen.

 

Über diese Kompetenzen hinaus bezeichnet Metakompetenz die Fähigkeit, die Erlernbarkeit und den Entwicklungsstand der eigenen Kompetenzen einzuschätzen und diese situationsbezogen anzuwenden. Dieses Wissen über sich selbst ermöglicht es, auch schwierige Aufgaben zu bewältigen. Kompetenzorientierte Bildungsarbeit geht von den Ressourcen der Kinder aus und hält fest, was ein Kind schon kann und welche Potenziale noch entwickelt werden können. Da Kompetenzen während des gesamten Lebens weiterentwickelt werden, können jeweils nachfolgende Bildungsinstitutionen auf vorhandenen Kompetenzen aufbauen.

 

1.1.2   Rahmenbedingungen für Bildungsprozesse

 

Bildungsprozesse werden als ganzheitliche, vom Individuum selbst gesteuerte Prozesse verstanden, die sich nur im Austausch mit der Umwelt vollziehen können. Die Entwicklung von Kompetenzen als Ergebnis von Bildungsprozessen ist auf

dynamische Umgebungen angewiesen, die Selbstorganisation und Selbstbestimmung ermöglichen. Die Kompetenzen der Kinder zeigen wie ihre Lernumwelt beschaffen sein sollte, um einen Kompetenzzuwachs anzuregen. Andererseits machen auch die Anforderungen der Umwelt deutlich in welchen Bereichen die Kinder weitere Kompetenzen erwerben sollten.

 

Dynamische Umgebungen werden unter anderem durch folgende Rahmenbedingungen

charakterisiert: Die Entwicklung kindlicher Kompetenzen wird durch Räume gefördert, deren Einrichtung die Kinder umgestalten können, oder durch Räume mit Werkstattcharakter, in denen die kreativen Ideen der Kinder vergegenständlicht werden können. In Räumen, die Kinder zu verschiedenen Aktivitäten anregen, aber auch Platz zur Erholung und zum Nachdenken bieten, können sich Kinder als Schöpferinnen und Schöpfer eigener Ideen und Werke erleben.

 

Ein breit gestreutes Angebot an qualitätsvollen Bildungsmitteln mit hohem Aufforderungscharakter regt unterschiedliche Bildungsprozesse an. Zu dieser Ausstattung zählen Spielmittel für das Experimentier-, Bau- und Konstruktionsspiel, für Symbol- und Rollenspiele, regelgebundene Spiele sowie Bewegungsspiele. Strukturierte und unstrukturierte Materialien zum Gestalten, Musizieren, für Literacy, naturwissenschaftliches Experimentieren und Forschen sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten unterstützen die Erweiterung der kindlichen Kompetenzen.

 

Die freie Wahl von Spielmaterialien, Spielpartnerinnen und -partnern sowie Spielaktivitäten fördert die Selbstbestimmung der Kinder und bewirkt hohe intrinsische Motivation für die Lernprozesse der Kinder.

 

Differenzierte Bildungsangebote, die in vielfältig anregende Kontexte eingebettet sind und an die individuellen Erfahrungen der Kinder anknüpfen, fördern die Aufmerksamkeit und die Konzentration. Sie regen soziale Beziehungen an und erleichtern das Äußern eigener Wünsche und Interessen. Durch die kindliche Spielfreude, die Neugier, die Lust am Experimentieren und den gemeinsamen Spaß werden Bedürfnisse und Frustrationen im Spiel verarbeitet. Solche psychohygienischen Prozesse tragen dazu bei, dass Kinder sich für neue Lerninhalte öffnen.

 

Durch genügend Zeit und Muße beim Lernen durch das Spiel können Kinder ihre eigenen kreativen Ideen entwickeln und sich auf diese Weise ein Stück Welt verfügbar machen. Das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit und die dabei erlebte Freiheit ermöglichen Kindern ein motivierendes Glücksgefühl (Flowzustand) und einen großen Schritt in Richtung Selbstfindung.

 

Pädagoginnen und Pädagogen schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Akzeptanz, indem sie Kinder als aktiv und kompetent respektieren und wertschätzen. Auf diese Weise können Kinder Bildungsimpulse annehmen und ihr Lern- und Entwicklungspotenzial bestmöglich ausschöpfen.

 

1.1.3   Bildungsbereiche

 

Bildungsbereiche stellen wichtige pädagogische Handlungsfelder dar und ermöglichen uns eine Strukturierung unserer pädagogischen Arbeit.

Mit der Berücksichtigung der unten angeführten Bildungsbereiche, welche an den Bildungsrahmenplan angelehnt sind, wollen wir im Alltag eine hohe Bildungsqualität für alle Kinder ermöglichen.

 

  • Emotionale Erziehung – Sozialverhalten
    Emotional und sozial kompetente Kinder können ihre eigenen Gefühle wahrnehmen, verbalisieren und mit belastenden Gefühlen konstruktiv umgehen. Sie entwickeln die Fähigkeit zu Empathie, sowie zum Aufbau von Beziehungen.
    Durch die Erfahrung des Angenommenseins kann das Kind Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen, es lernt mit Gleichaltrigen und Erwachsenen zu agieren und erlebt sich selbst als unverwechselbar.
    Stabile Beziehungen fördern das Vertrauen ins eigene Ich und in die Umwelt.
    Der Kindergarten bietet Kindern die Möglichkeit, vielfältige Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen aufzubauen, Freundschaften zu schließen, sowie unterschiedliche Rollen zu erproben und zu gestalten.
    Alltags- und Spielsituationen geben Gelegenheit zum Aushandeln von Regeln, zum Umgang mit Konflikten, um Kooperation zu erlernen und um das tägliche Miteinander erproben zu können.

 

  • Ethik und Gesellschaft
    Die Ethik befasst sich mit der Frage nach dem Wert und der Würde des Menschen, sowie jener nach gerechtem und ungerechtem Handeln.
    Werte stellen die Grundlage unserer Normen und Handlungen dar.
    Kinder erfahren Werte in der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, dadurch gewinnen sie Orientierung für ihr eigenes Denken und Handeln.
    In einer Bildungseinrichtung werden Kinder mit verschiedenen Handlungsnormen konfrontiert, weswegen es wichtig ist, die Kinder dabei zu unterstützen ein ethisches Grundverhältnis zu entwickeln.
    Im Kindergarten wird dem Interesse der Kinder an den Werthaltungen anderer durch Gespräche begegnet. Dabei werden Sinnfragen der Kinder aufgegriffen und angesprochen.
    Unterschiedliche Weltanschauungen und religiöse Tradition werden veranschaulicht, mit den Kindern besprochen und somit für ein respektvolles Miteinander genutzt.
    Wir bestärken und unterstützen die Kinder dabei, ein Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit zu entwickeln und sich mit Neugier und Interesse der Erforschung ihrer Umwelt zu widmen.
    Wir nehmen Wünsche, Vorstellungen und Ansichten der Kinder ernst, damit die Kinder lernen sich eine eigene Meinung zu bilden, die der Anderen zu akzeptieren, und für die eigenen Rechte und die Rechte der Anderen einzustehen.

 

  • Sprache und Kommunikation
    Sprache ist die Grundlage für die Gestaltung sozialer Beziehungen. Durch sie können Gefühle und Eindrücke in Worte gefasst werden, um sich selbst und andere zu verstehen.
    Im Kindergarten werden die Kinder dabei unterstützt, sprachliche Kompetenzen in ihrer Erst- bzw. Zweitsprache zu erwerben und zu differenzieren. Reichhaltige Kommunikationsanlässe sollen die Kinder dabei unterstützen, ihre Sprachkompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln.
    Es ist wichtig, die Vielfalt verschiedenster kindlicher Ausdrucksformen wertzuschätzen, um das Kind zu motivieren und die Sprechfreude zu erhalten.
    Die Kinder sollen Erfahrungen im Umgang mit Büchern, Erzählungen und Schriftkultur vor dem Lesen- und Schreibenlernen machen dürfen, um das Verständnis zu erlangen, dass Kommunikation auch unabhängig von persönlicher Präsenz möglich ist.
    Durch diese Auseinandersetzung werden die Kinder fähig, sprachlich vermittelte Inhalt zu verstehen und zu interpretieren. Hierbei können Kompetenzen, welche die Grundlage für den Prozess des Lesen- und Schreibenlernens bilden, erworben werden.
    Medien bestimmen zunehmend den Alltag von Erwachsenen und Kindern, sie sind zu einem wichtigen Mittel in unserer Gesellschaft geworden. Wir möchten die Kinder im Umgang mit unterschiedlichen Medien sensibilisieren und sie somit zu Kompetenten Mediennutzern machen.

 

  • Bewegung und Gesundheit
    Durch Bewegung erforschen Kinder ihre Umwelt, sie trägt wesentlich zu einer gesunden physischen und psychosozialen Entwicklung bei. Kinder nehmen die Welt in ihrer Differenziertheit auch über ihren Körper wahr, das bedeutet, dass sie aus der Fülle von Sinneseindrücken einige auswählen, dies ist eine wesentliche Voraussetzung für strukturiertes Handeln und Denken. Das ermöglicht den Kindern auch ein Körperschema zu entwickeln, in dem sie die Ausmaße ihres Köpers sowie dessen Lage im Raum erfahren können, wodurch das Wahrnehmen körperbezogener Bedürfnisse geschult wird.
    Psychomotorische Erfahrungen bauen auf der Wechselwirkung von wahrnehmen, denken, fühlen und handeln auf. Kinder werden sich ihrer Gestaltungsmöglichkeiten dadurch bewusst, unter anderem das Selbstvertrauen der Kinder beeinflusst und gestärkt wird.
    In unserer Einrichtung wird dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder durch eine anregen gestaltete Umgebung mit zahlreichen Bewegungsanlässen, die zur Bewegung motivieren sollen, nachgegangen.
    Die Kinder dürfen grob- und feinmotorische Fertigkeiten erproben und haben so die Möglichkeit, ihr Körpergefühl und Körperbewusstsein kontinuierlich weiterzuentwickeln.
    Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Bildung, die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes ist die physische und psychosoziale Gesundheit. Körperliche Aktivität ist ein Mittel zur Bewältigung von Stress, emotionalen Belastungen und zum Abbau von Aggressionen, die das Wohlbefinden der Kinder enorm stören.
    Wir möchten den Kindern eine positive Grundeinstellung zum eigenen Körper vermitteln, sie anregen auf ihren Körper zu achten und ihnen dabei helfen, sich wohl zu fühlen.

 

  • Ästhetik und Gestaltung
    Ästhetik ist abgeleitet vom altgriechischen „aisthesis“, dies bedeutet „mit allen Sinnen wahrnehmen“.
    Die ästhetische Bildung geht davon aus, dass das Denken in Bildern die Grundlage für Prozesse des Gestaltens und Ausgestaltens darstellt.
    Wir möchten den Kindern die Möglichkeit geben, eigene künstlerische Gestaltungsprozesse zu entwickeln, um ihre Wahrnehmungen zu strukturieren und ihrer Kreativität großzügig Ausdruck zu verleihen.
    Ein weiteres Schlagwort in diesem Bereich ist Kultur. Diese wird im Alltag, in Bräuchen und Traditionen, in verschiedenen Werken aus der Malerei, der Bildhauerei, der Musik, dem Tanz, der Literatur und auch den Medien sichtbar. Die Kinder sollen die Gelegenheit erhalten, der Kultur in all ihrer Vielfältigkeit zu begegnen und sich mit fremden Kulturen auseinanderzusetzen. Sie sollen erleben, dass künstlerische Werke vielfältige und unterschiedlichste Emotionen ansprechen können.

    "Kreativität“
    Beim kreativen Gestalten stellen die Kinder ihre Sicht der Wirklichkeit und ihr Verhältnis zur Welt dar, setzen sich mit eigenen Fragen, Gedanken und  Gefühlen auseinander. Sie stellen Beziehungen zwischen der inneren und äußeren Welt her.
    Die Kinder lernen die Beschaffenheit von Materialien, deren Gestaltungsmöglichkeiten und die Verwendung unterschiedlichster Werkzeuge kennen, dadurch wird ihre Sachkompetenz gesteigert.
    Auf das entdeckende Lernen folgt die schöpferische Phase: Durch schöpferische Prozesse erleben die Kinder Selbstwirksamkeit, diese trägt wesentlich zur Entwicklung ihrer Identität bei.

 

  • Natur und Technik
    Grundlegende naturwissenschaftliche, technische und  mathematische Kompetenzen zählen zu den wichtigsten Handlungskompetenzen für lebenslanges Lernen.
    Ein Kind ist immer höchst motiviert, die Ursachen und Wirkungen naturwissenschaftlicher, mathematischer und technischer Phänomene zu erforschen. Durch das Auseinandersetzen mit der Natur und der Technik eignen sie sich neues Wissen an. Kinder lernen so Ordnungsstrukturen und Gesetzmäßigkeiten spielerisch und Schritt für Schritt kennen, sie erweitern dadurch ihre lernmethodischen Kompetenzen.
    In der Begegnung mit der Natur entdecken die Kinder Zusammenhänge, planen Neues, beschaffen sich gezielt Informationen und experimentieren. Die Beschäfigung mit Natur und Umwelt fördert vor allem die Einsicht in ökologische Zusammenhänge und ermöglicht die Entwicklung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Ressourcen der Natur. In unserer Gesellschaft, die zunehmend hoch technisiert ist, ist es für die Kinder besonders wichtig vielfältige Gelegenheiten zu erhalten, um die Bereiche der Technik entdeckend und forschend zu erleben.
    Durch den Umgang und das Ausprobieren technischer Geräte entwickeln Kinder ein sachbezogenes Arbeitsverhalten: Sie erlernen einerseits den Umgang mit verschiedensten Werkzeugen und andererseits das bewusste Planen der einzelnen Arbeitsschritte. Dies unterstützt und motiviert Kinder dabei ihre eigenen Ideen zu verwirklichen und neue Werke zu produzieren.
    „Mathematisches Denken“ ist ein weiterer elementarer Baustein der kognitiven Entwicklung, es bezieht sich auf das Erkennen und Beschreiben wiederkehrender Muster, Regeln und Gesetzmäßigkeiten.
    Bereits Kleinkinder sammeln viele Lernerfahrungen mit Raum,  Zeit, Formen, Größe und weiteren mathematischen Strukturen.
    Wir wollen die Neugier der Kinder anregen, damit sie  Zusammenhänge mit allen Sinnen erfahren, ihre Neugier in Bezug auf Größen, Mengen, geometrische Formen, Zahlen und mathematische Denkweisen stillen und dabei Verständnis und Einblick in die Mengenlehre und andere mathematische Bereiche bekommen. Die visuellen, analytischen und räumlich-konstruktiven Fähigkeiten sollen erweitert werden.

 

Unsere Ziele im Umgang mit Ihrem Kind

  • Wir möchten den Kindern mit Wertschätzung und Vertrauen entgegentreten und die Bedürfnisse und Interessen der Kinder achten.

  • Wir möchten Kinder zu eigenen Problemlösungen anleiten, sie bei der Konfliktlösung unterstützen, dabei aber eigenen Ideen nicht vorgreifen und die Kinder mit ihren Problemen wahr- und ernstnehmen.

  • Wir geben unser Bestes, um eine anregende und angenehme Atmosphäre in unserem Kindergarten zu schaffen, um den Kindern Vertrauen und wertschätzendes Verhalten im Alltag vorzuleben.

  • Die Kinder sollen sich selbst als Teil der Gruppe und der Gemeinschaft erfahren und dadurch gruppendynamische Prozesse bewusst erleben.

  • Wir möchten den Kindern eine vorbereitete Umgebung bieten, die sie zu Aktivität und Kreativität anregt, die ihnen ein Neben- und Miteinander ermöglicht, die jedoch auch die Möglichkeit für Ruhe und Rückzug, sowie zur Besinnung und Entspannung bietet.

  • Wir möchten die Kinder dazu anregen achtsam mit sich selbst, dem Nächsten und der Natur umzugehen - Ganzheitliches Erleben durch ganzheitliches Erfahren mit allen Sinnen.

 

Um unsere Ziele erreichen zu können ist gute Vor- und Nachbereitung unserer Arbeit. ebenso wie Flexibilität und Spontanität, um auf aktuelle Ideen und Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können, sehr wichtig.

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